Donnerstag, 29. September 2011

Thanks god, I am a german!

Ich wusste ja schon immer, dass Amerikaner anders ticken als wir. Für diese Erkenntnis musste ich also nicht unbedingt über den großen Teich hierher. Aber dass die so viel anders sind als wir, hat mich komischerweise doch ein bisschen überrascht.

Ich liebe es, Ami-Eltern dabei zuzusehen ihre Kinder unter Kontrolle zu bekommen, wenn sie nicht hören. Da wird dann iPad, iPod und die Spielekonsole aus der Tasche gezuckt und alles versucht, um sie wieder runterzubekommen. Noch besser finde ich allerdins, meinen Gasteltern beim Erziehen ihrer Kinder zuzuschauen.

Wenn ich eins schon jetzt begriffen habe dann das amerikanische Eltern (zumidest habe ich noch keine gesehen die mir das Gegenteil bewiesen hat) wirklich keine Ahnung von Kindererziehung haben. Bei dem Wort "Choices" stellen sich mir schon die Nackenhaare auf. Wenn ich schon sehe, wie wir ein Restaurant verlassen ist mir das mehr peinlich als jedem anderen. Obwohl, wenn ich so richtig überlege ist es NIEMANDEM außer mir peinlich. Ein Schlachtfeld ist nichts dagegen.

Und wenn MISS mal wieder anderweitig beschäftigt ist und alles andere macht als essen, ist das überhaupt nicht schlimm, auch wenn es schon 9.00h abends ist. Dann holt Papi den iPod raus und zeigt ihr einen Film während er sie füttert. Super Job, Daddy!

Es gibt hunderte Dinge, die mich zum Verzweifeln bringen und ich wünschte mir zu jedem dieser Momente meine heißgeliebte Supernanny aus Good old Germany - die hätte hier einen 24 Stunden Job! Ich schüttel einfach nur noch den Kopf und denke mir meinen Teil, denn ich armes, "kleines" Au Pair werde diesen amerikanischen Erziehungsstil bestimmt nicht ändern können. Obwohl, als Frau Erikson Jr. in die Geschichte Amerikas einzugehen wäre gar nicht so schlecht.

Doch ein Ziel habe ich schon erreicht: Deutschland schätzen zu lernen! Ich bin so froh, dort aufgewachsen zu sein und diese ganzen merkwürdigen Gewohnheiten der Amis nicht auch verinnerlicht zu haben.

So Leute, ich werd mal schauen was meine Giftbraten verzapfen und schicke Euch viele liebe Grüße ins momentan ja anscheinend heiße Deutschland :)

Donnerstag, 15. September 2011

Wenn Kinder zu Monstern werden...

Seit knapp einer Woche bin ich nun hier und heute hat der erste Schultag der Großen bekonnen. Eigentlich ein Tag zur Freude, denn das heißt für mich 3 Stunden mehr frei! Das Problem ist nur, dass das noch nichtmal ansatzweise Freude bedeutet. Da meine Hosteltern die Meinung vertreten, ihr alle Zeit der Welt zu geben um aufzustehen habe ich hinterher die Aufgabe, innerhalb einer halben Stunde Frühstück ( für alle) zumachen und die Lunchtaschen fertigzupacken um dann darauf zu warten, bis Miss zu Tisch kommt um ihr Frühstück einzunehmen. Ganz davon abgesehen, dass sie dann noch nicht Zähne geputzt hat und ich sie auch noch waschen muss - wenn es sonst nichts ist ;-)

Das Ende vom Lied: sie hat ein riesen Aufstand veranstaltet, wollte nur von Mama und Papa gewaschen werden und wir waren viel zu spät dran. Bad start of the day!

Nach der Schule war sie wie ausgewechselt und alles war wieder gut - NICHT!
Vor'm Nap hat sie wieder so ein Theater gemacht und angefangen, mich zu schlagen und zu treten - thanks for beeing that nice! Ich hab schon auf so viele verschiedene Kinder aufgepasst aber sie war die Erste, die mich zum Heulen gebracht hat.

Da saß ich nun, heulend vor dem Bett dieses kleinen Monsters das nichts besseres zutun hatte als mich weiter zutreten.

Kurz durchgeatmet, schnell durchgegriffen und das schreihende, brüllende Etwas linksliegen gelassen. Und siehe da, 10 Minuten später schlief sie.

Noch so einen Tag kann ich echt nicht gebrauchen, davon abgesehen dass ich ihr Verhalten so auch nicht mehr lange mitmachen werde.

Ab nächster Woche bin ich eh alleine und dann zieht hier auch endlich mal ein bisschen deutsche Ordnung und Disziplin ins Haus ein ;-)

Bis dann ihr Lieben!

Mittwoch, 14. September 2011

Concord...in the middle of...ja was eigentlich?!

Da bin ich also, angekommen in dem Städtchen namens Concord und stelle fest, dass es genauso ist wie ich es mir vorgestellt habe: riesige Häuser, hunderte kleine Straßen und eine niedliche Innenstadt mit genau einem Supermarkt & einem Drugstore.
Am Freitag wurde ich zusammen mit einigen anderen Mädels in den Bus vor dem Hotel geschoben, welcher uns dann am Bahnhof wieder rauslies um uns alleine zu lassen! LOST!
Aber halt, da war doch was? Laura, eine nette Mitarbeiterin von APIA sollte uns in Empfang nehmen und uns helfen, die Tickets zu bekommen und das Gleis zu finden. Nur wo war Laura? Anywhere, aber nicht HIER!
Wir alle mit unserem kompletten Gepäck die Rolltreppe hochgedackelt und uns an den Schalter gestellt. "Your train is coming 4hours later than it was planned" - joa, ist ja kein Problem, Boston soll um Mitternacht ja auch ganz schön sein!
Netterweise gab uns der Ticketmann dann aber ein neues Ticket für einen Zug, der zwar auch Verspätung hat, aber bereits vor einer Stunde erwartet wurde und in 15min kommen sollte. Hieß: 15 Tickets neu ausstellen lassen, in 3er Gruppen mit dem Aufzug zum Gleis und dann warten was so passiert. Der Zug kam und wir stiegen ein. Laura haben wir allerdings nie kennengelernt ;-)

Nach ewigen Stunden Fahrt waren wir dann endlich in Boston und zusammen mit zwei anderen Mädels wartete ich auf meine Gasteltern. Ich dachte nur, hoffentlich ist sie nicht so schlau und hat vorher im Internet geguckt und gesehen dass der Zug 4 Stunden Verspätung hat. Denn dann hätte ich doch noch eine "Weile" warten müssen.
Und da hörte ich es durch die Lautsprecher des Bahnhofes "... please come to the office at the entrance". Super, ich wurde auch noch ausgerufen.

Da standen sie dann auch schon, Gasmutter und die "Große" mit Blumen und einem Lächeln im Gesicht. Schnell begrüßt und ab ins Auto, dann direkt durch die Tiefgarage in so ein super schickes Restaurant (nicht das ich mega müde war, aussah wie drei Tage Dauersuff und gerne einfach nur schlafen würde)und aßen zusammen  leckeres Essen.

Endlich angekommen, wollte ich nur noch schlafen. Aber nein, ein Glas Wein wäre doch ganz nett so zum Ausklang des Abends?! Klaar, wieso nicht? Weil ich seit 16 Stunden unterwegs bin? Quatsch, das muss man wegstecken können! ;-)

Mein Zimmer ist schön, das Haus sowieso der Oberhammer und mein Auto...looooong story!
Ich hab bis zur letzten Sekunde gebetet : Lass es bitte das linke Auto sein, bitte bitte bitte!..."You going to drive with the right car, its yours now".

Da stand er nun, das überdimensionale Monster auf vier Rädern in rot - mir zitterten schon die Knie vor Panik, das Ungetüm aus der Garage zu bekommen.

Naja, wie das alles so laufen wird berichte ich dann das nächste Mal.

Samstag, 10. September 2011

Orientation & New York Tour

Erstmal "Sorry" für die Verspätung aber irgendwie war nie die Zeit sich mal mehr als 10 Minuten an den PC zu setzen und daher kommt hier eine kleine Zusammenfassung der letzten Woche.

Am Montag bin ich zusammen mit einigen Mädels von Düsseldorf aus nach New York geflogen und ich muss wirklich sagen, dass 8 Stunden Fliegen nichts, aber auch gar nichts ist für mich! Das ganze Sitzen nervt, der enge Sitzbereich stresst und Gemütlichkeit ist eh das letzte was man bei einem Flug (mit Airberlin) erwarten kann. Bei der Ankunft wurden wir dann von einer APIA-Mitarbeiterin zum Auto gebracht, welches uns nach Stamford brachte. Dort angekommen konnten wir dann auch relativ schnell in unsere Zimmer. Meine Zimmernachbarinnen kamen aus Südafrika und Equador und waren ganz nett, wobei Miss Africa sich lieber ihren Haaren & Shopping gewidmet hat als alles andere. Dafür war Madame Equador wirklich sehr süß, beide kommen im meine Umgebung aber nicht in mein Cluster.

Kurz und knapp: der Kurs war ziemlich langweilig und außer nochmehr Verwirrung als vorher hat er mir nicht viel mehr gebracht außer einer Erkältung (danke Klimaanlage).

Als am anderen Tag dann die anderen , insgesamt 178 Au Pais ankamen wurde es voll im Hotel. Die PC's in der Lobby waren dauerbesetzt und das Wlan so lahm dass es sich nicht gelohnt hat den Laptop anzuschmeißen - whatever!

Die restlichen Tage waren ganz nett, vor allem wenn die Ori vorbei war und wir uns anderen Dingen wie Shoppen in der Mall widmen konnten. Manche Leute wurden zwar immer skuriler aber naja, wir sind in Amerika und Entertainment ist alles ;-)

Die New York-Tour war einfach unglaublich! Leider auch unglaublich kurz. Man hat sich gerade umgeschaut und dann war man auch schon wieder im Bus zum nächsten Stop unterwegs. Aber es ist trotzdem jeden Cent wert gewesen, den meine Gastfamilie (thanks!) ausgegeben hat!



Um diese Stadt zu beschreiben reicht kein Blockeintrag, alles ist riesig und voller Menschen und alle laufen bekloppter rum als der andere. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!

Auf gehts nun zur Gastfamilie, ich bin gespannt!